08.12.2016 | Die Geschichte des Fernsehers

Der spannende Weg vom elektrischen Teleskop bis zum heutigen HD Fernsehen

Vom Schwarz-Weiß-Film in den 30er Jahren bis zum heutigen Fernsehen blickt die Fernsehindustrie heute auf einen steil bergauf verlaufenden und erfolgreichen Weg zurück. Wir sind heute mit voll digitalem, Full HD Fernsehen sozusagen am Gipfel des Fernsehturms angelangt, um diese Metapher noch zu Ende zu führen. Der Anfang des Fernsehens reicht jedoch noch viel weiter als in die 30er-Jahre zurück!

Uralte Fernsehtechnik

Nipkows Fernsehapparat

Paul Nipkow

Der „echte“ Vater des heutigen Fernsehens war ein Deutscher: Der Erfinder Paul Nipkow meldete 1883 für sein elektrisches Teleskop Patent an, das er mithilfe der wissenschaftlichen Erkenntnisse von unter anderem Alexander Bain und Constantin Senlecq zur elektrischen Übertragung zu entwerfen imstande war. Diese Urform des Fernsehens funktionierte noch rein mechanisch mithilfe der sogenannten Nipkow-Scheibe, einer rotierenden Spirallochscheibe, mit der Bilder sequenziell abgetastet und in helle und dunkle Segmente eingeteilt werden konnten.

Fernseh-Erfinder Nipkow

Paul Nipkow: Der Erfinder des Fernsehers

 

Die 30er Jahre

1930 schließlich nutzte Manfred von Ardennen die Kathodenstrahlröhre – auch Braunsche Röhre genannt, weil von Ferdinand Braun erfunden – um vollelektrisches und von Radiowellen übertragenes Fernsehen zu zeigen. Von da an nahm die Fernsehgeschichte ihren Lauf. Wurde zunächst nur wenige Stunden am Tag in Schwarz-Weiß gesendet, verbesserte sich nicht nur die Programmfülle stetig, sondern auch die Bildauflösung.

2. WK & danach

Doch zurück zur Geschichte: Der 2. Weltkrieg führte zu einem vorübergehenden Stopp für das Fernsehen. Die Nationalsozialisten nutzten stattdessen das Kino als neues Massenmedium zur Information und Volksablenkung.

Unsere eigentliche Fernsehgeschichte, die in Österreich eng verwoben mit der des 1958 gegründeten ORF ist, beginnt also erst nach Ende des 2. Weltkrieges, als der erste regelmäßige Fernsehbetrieb aufgenommen und erste Versuchsprogramme gezeigt wurden.

Die bunten 60er

In den 60er Jahren entwickelte sich das Fernsehen zu einem der beliebtesten Massenmedien, mit dem jedoch erst durch ein Rundfunkvolksbegehren aus dem Jahr 1964 eine weitgehend unabhängige Berichterstattung möglich war.

Eine weitere Neuerung in den 60er-Jahren war das Farbfernsehen. Obwohl die Farbbildröhre bereits 1938 von Werner Flechsig patentiert und von vielen anderen, darunter dem britischen CBS, in den folgenden Jahren weiterentwickelt wurde, war es bis in die 60er Jahre einfach noch zu teuer.

Volldigital & privat

Auch das heute weitverbreitete volldigitale Fernsehen nahm seine Anfänge schon früh – nämlich in den 1990er Jahren war jedoch lange zeit zu kostenaufwendig: In Österreich wird zum Beispiel erst seit 2008 volldigital gesendet. Auch das Privatfernsehen war lange Zeit zu teuer – Ein Problem, mit dem das österreichische Privatfernsehen auch heute in Zeiten von ServusTV wieder zu kämpfen hat. Der erste Privatsender Österreichs war übrigens ATV, der erst 2003 entstand, während die Privatsender Deutschlands bereits seit 1984 Programm machten.

Das TV-Gerät

Foto: Wikipedia

Funktionsweise der Nipkow-Scheibe (c) wikipedia

Das in den 30er-Jahren als Ferntonkino oder auch Telehor bekannte Gerät von Paul Nipkow hat sich seit seiner Entstehung rasch weiterentwickelt, bis es zu dem heute beliebten Flachbildschirm wurde.

Wie Sie sich sicher vorstellen können, waren Fernsehgeräte zunächst noch unerschwinglich für einen Normalsterblichen. Erst ab Mitte der 50er Jahre konnten sich einige wenige das Luxusgut TV leisten. Und so wurden die ersten öffentlichen Fernsehprogramme in den 30er Jahren damals noch in sogenannten „öffentlichen Fernsehstellen“ gezeigt – ähnlich einem Kino. Ausgestrahlt wurde nur wenige Male wöchentlich und das Programm bestand aus Wochenschauen sowie Kurz- und Spielfilmen.

Vom Luxus zum Alltag

Unvorstellbar für heutige Verhältnisse – verfügt doch fast ein jeder Haushalt über mindestens einen Flachbildschirm und volldigitales Kabelfernsehen mit unzähligen Sendern und ununterbrochenen Programminhalten. In Anbetracht der Geschichte können wir uns also ein ums andere Mal in Erinnerung rufen, in welchem Luxus wir leben – oder auch, uns gleich mal auf den Weg in den Red Zac Shop unseres Vertrauens machen, um uns über das aktuellste TV-Gerät am Markt zu informieren! Firma Dankl wünscht viel Vergnügen beim Fußballschauen!